Plattenkritiken


Rezension: The Soft Pack – The Soft Pack

Rezension: The Soft Pack - The Soft Pack

2003 schaffte man sich Mopeds an und erkaufte sich damit viele Vorteile: Anstatt die heimische Garage mit einem bulligen Personenkraftwagen zuzustellen, blieb so noch Freiraum für das Bandinstrumentarium, ohne dass einem die Luft ausging oder man womöglich den guten Lack ankratzte. Dann wurde unbedarft drauf los gescheppert, den wilden Eskapaden der 60er und 70er Jahre des dahingeschiedenen zwanzigsten Jahrhunderts Tribut gezollt. Die einzige Richtung war der Blick in den Rückspiegel. Das birgt natürlich Gefahren, gerät man durchaus oft in die Situation, dass das zu enge Auffahren auf den Vordermann nur knapp dem Unfalltod ein Schnippchen schlägt. Aber die Formelhaftigkeit zwischen raubeinigen Gitarren und Lederkluft war Erfolgsgarant, wenngleich nicht immer musikalisch spannend.

The Soft Pack klingen nach 2003 mit einer gewissen Surfer-Attitüde und sind vor allem auf gute Laune denn auf Rock’n’Roll-Authentizität aus. Das Schlagwerk begradigt jeden Ansatz eines Schlenkers, der Gesang schnarrt jugendlich vor sich hin, die Melodien stammen aus bewährten Setzkästen, wie sich auch die hiesige Rock AG des Stadtgymnasiums benützt. Aber natürlich sind die Frisuren der Soft Packer ein bisschen schnittiger.

Ihr Debütalbum besitzt leider nichts an Unverwechselbarkeit, was über die Strecke von zehn Songs dann doch nicht gerade die Spannung erhält, zumal so hingerotzte Songs wie die erste Single „C’mon“ auch eher schlichten B-Seiten-Charakter haben. Einzig das mit einem simplen Basslauf versehene „Mexico“ verwechselt Niedergeschlagenheit mit Lässigkeit, was dem Track durchaus hervorragend kleidet. Der Rest ist schnödes unteres Mittelmaß. Man mag ihnen nicht vorwerfen, dass sie nichtssagende Musik machen, schließlich waren wir alle mal jung. „The Soft Pack“ eignet sich nicht einmal dazu, erfreut all seinen Spott abzulassen, Biss zu beweisen oder mit brillanten scharfzüngigen Formulierungen zu glänzen. Man sitzt hier, fängt an zu schreiben und fühlt sich dann bald von einer unendlichen Müdigkeit übermassssssssssssssssssssssssssssssssschhhssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss ssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss ssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss sssssssssssssssssschhhhhhhhhhhsssssssssssssssssssssssssssssssssschhhhhhhhhsssssss ssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss sssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssschhhhhhhhhsssssssssssssssssssssssssssssssss ssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss ssssssssssssssssssssschhhhhhhhhhhhhhsssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss ssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss ssssssssssssssssssssssssssssssss

Wertung: 39

Label: Heavenly

Referenzen: The Von Bondies, The Vines, The Wombats, The Drums, Strange Boys, Stooges, The Sonics, Elefant, Surfer Blood

Links: Official, MySpace

VÖ: 19.02.2010


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6 Kommentare zu “Rezension: The Soft Pack – The Soft Pack”

  1. Lennart sagt:

    Hart, aber gerecht… doch beim Schlafen möchte ich Dir nicht zuhören (-:

  2. Markus sagt:

    Markus’ Schnarchen: 89% ;)

  3. Nieöls sagt:

    Erst die Empfehlung und dann so ein Verriss :D damit hab ich jetzt nicht gerechnet. Die Single Answer to yourself geföllt mir eig sehr gut, also könnte mir das “Debut” durchaus gefallen?

  4. Markus sagt:

    In der Tat, es gab bei uns im Mai (!) letzten Jahres eine Empfehlung zu diesem Thema. Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Dazu ist nur zu sagen: Unterschiedlich sind die Geschmäcker. Der eine freut sich mal wieder über ein bisschen Garagenrock, der andere findet sowas überflüssig, zumal alle Melodien ziemlich vorhersehbar sind. Da hilft nur: Reinhören. Und zwar hier:

    http://3voor12.vpro.nl/speler/luisterpaal/43023771#luisterpaal.43023771

  5. Ich freue mich über ein bisschen Garagerock/-Punk, aber über zu wenige Neuveröffentlichungen aus der Ecke kann man sich ja kaum beklagen. Diese hier würde ich aber auch nur im Mittelfeld einordnen, ist ein wenig poppiger produziert als die meisten aber hat dafür kaum denkwürdige Melodien. Mich stört vor allem dass die Songs oft verheißungsvolle Intros haben, der Rest dagegen aber dann merklich abfällt.

  6. [...] dabei stets im Hinterkopf. Während vor allem Vampire Weekend, Surfer Blood, The Drums oder The Soft Pack für durchaus geteilte Meinungen sorgten, war man sich im Falle von Joanna Newsom oder The Knife [...]

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