Ton und Nichtton: Das Label Raster-Noton |
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Clicks’n’Cuts aus den wirren Innereien des Laptops, fiepende Testfrequenzen und kaputtkonstruierter Techno: Das Chemnitzer Label Raster-Noton ist ohne Zweifel ein Fall für Musiknerds und Kunststudenten. Ohne Konzept funktioniert diese Musik nicht, die oftmals mehr Analyse, Experiment und Bestandsaufnahme darstellt als tatsächliches Hörvergnügen. Weltweit haben sich die Macher aber mit ihren Produkten seit gut zehn Jahren einen hervorragenden Ruf entwickelt – nicht zuletzt sind die Vinylveröffentlichungen immer ratzefatz ausverkauft. AUFTOUREN blickt auf ein wichtiges deutsches Label. |
Alva NotoFor 2 |
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Das musikalische Konzept der radikalen Auslassung zieht sich in der elektronischen Musik langsam aber sicher in seine Nischen zurück. Die skelettierten Bass-Orgien britischer Herkunft werden immer häufiger in euphorische Harmonien gekleidet und auch in den Clubs werden Kompromisse eingegangen. Das Chemnitzer „Archiv für Ton und Nichtton“ – Raster-Noton – fühlt sich allerdings in Gallerien wohler, als auf dem Tanzparkett und zeigt sich dementsprechend unbeeindruckt von solch wellenartigen Entwicklungen. Die Künstler des Labels feilen seit knapp 14 Jahren mit wissenschaftlichem Pflichtbewusstsein an der eigenen Formel und bilden so den Gegenentwurf zum Dogma des menschlichen Makels in der Musik, wie er zurzeit in zahlreichen Subgenres der elektronischen Musik zelebriert wird.[…] |




