Susumu YokotaDreamer |
|
Schade: Ambient-Urgestein Susumu Yokota vermag mit seiner Mischung aus New-Age-Collagen und Ethno-Techno nur wenig zu überzeugen. |
Julianna BarwickThe Magic Place |
|
Mit „The Magic Place“ liefert Julianna Barwick den Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens ab und setzt ein zeitloses, magisches Ausrufezeichen im oft so rastlosen Musikbetrieb dieser Tage. |
Brian EnoSmall Craft on a Milk Sea |
|
Brian Eno hat alles erreicht. Er hat in jeder Hinsicht Maßstäbe gesetzt. Ob mit Roxy Music, als Solo-Musiker, mit seinen Kollaborationen und nicht zuletzt als Produzent – eine faszinierendere Reihe als Bowies Berlin-Trilogie sucht man bis heute vergebens. Das ist die offensichtliche Komponente für die Verehrung Enos. Die zweite ist eher in der Psychologie zu verorten: Wie schafft es ein Mann, der kommerziell und vor allem künstlerisch seit nunmehr 30 Jahren in höchste Höhen emporsteigt, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren und dabei noch immer Musik abzuliefern, die wie selbstverständlich allem anderen überlegen und nahezu unangreifbar zu sein scheint? Auch wenn die von Eno zuletzt produzierten Alben (Coldplay, U2) zu bodenständig daherkommen, bleiben seine eigenen Ideen nach jahrzehntelanger Bestandsaufnahme extrem diskursiv und flink, so dass sie zu keinem Zeitpunkt zu fassen, geschweige denn aufrichtig zu analysieren sind. |
EluviumSimiles |
|
Als Eluvium kreierte Matthew Cooper auf bislang vier Alben elektronisch-orchestralen Ambient mit zusehends prachtvollerer Gestik und abnehmendem Rauschanteil, von dem zuletzt nur noch in ein wohlig-bassspendendes Dronegerüst übrig blieb. „Similes,“ Eluviums erstes Album nach dreijähriger Funkpause, führt im klassisch songstrukturierten „Leaves Eclipse The Light“ gleich zu Beginn ein neues Instrument in Coopers expandierende Klangpalette ein: seine Stimme. |
Fuck ButtonsTarot Sport |
|
Man würde es sich gleichermaßen zu einfach wie auch zu schwer machen, täte man diese Musik einfach als Krach ab. Schließlich könnte diese Feststellung in die Überlegung münden, ob dieser an sich gut oder schlecht sei. Eine ebenso müßige wie unproduktive Frage. |
Ben FrostBy The Throat |
|
Es mag kitschig anmuten, aber es lohnt sich in der Tat bis zum Einbruch der Dunkelheit zu warten bevor man Ben Frosts „By The Throat“ auflegt. Eine ungemein intensive Atmosphäre geht von dem dritten Album des in Island wohnhaften Australiers aus und je weniger man von der eigentlichen Welt visuell wahrnehmen kann, umso näher ist man der von Frost kreierten, umso eher kann man sich vorstellen dass die Bilder, die beim Hören heraufbeschworen werden, sich um einen herum manifestieren. |







