Black AnvilAs Was
Symbolträchtig am Freitag, den 13. knallt uns Relapse „As Was“ von Black Anvil um die Ohren. Das Quartett aus New York hat sich nicht erst durch das Vorgängeralbum „Hail Death“ innerhalb der Szene einige Lorbeeren verdient und ganz offen demonstriert, dass ihm dogmatischer Black Metal am Beelzebub vorbeigeht. Im Eröffnungssong „On Forgotten Ways“ mit seinem vielen Twists und einem fast an Baroness gemahnenden Klargesangsanteil wirkt das fast noch ein wenig überfrachtet, aber spätestens ab dem Titelstück öffnet sich die leuchtende Pforte, die schlagartig vor Augen führt, wohin sich die Band bewegen will. Alles fügt sich und es darf ruhig weiter von allem ein wenig mehr sein: fettere Produktion, sauberer Sound, mehr Druck, hier mal ein Phaser- oder Flanger-Effekt, aber die Band findet zu einer spielerischen Leichtigkeit. So brettert „Nothing“ wie ein mit Neonröhren gepimpter Leichenwagen über den Highway zur Hair-Metal-Hölle, inklusive Keyboard-Breakdown und Gniedelsolo – das tut nicht mal weh, sondern fühlt sich einfach nur richtig und gut an. Und so geht es dann auch weiter, jeder Song großes Kino. Würden Black Anvil Corpse Paint tragen, würde die glitzern.


