WhitneyLight Upon The Lake
„Cause I’m aching but I fell right in/ when you gave me up/ Those golden days snuck away from us“. Mit wenig Soundeffekt, nur gelegentlicher Verdoppelung hängt der Gesang von Julien Ehrlich so nackt im Vordergrund, wie auch er selbst sich textlich in aller Verwundbarkeit die Blöße gibt. Mit beschränkter Fähigkeit zur Inflektion ist sein dünn-quäkiges Falsett etwas blass und eintönig, davon abgesehen ist der von ihm und Mcmillen Kakacek gegründeten Band Whitney aber ein feines Debütalbum gelungen. Leise wandeln im Hintergrund von Folk-Rock-Popsongs wie dem umherirrenden “No Woman” Blechbläser, noch leiser tätschelt eine Handtrommel. Feinheit ist vor allem auf Seiten der Instrumentierung Whitneys Devise, in „Golden Days“ tragen so auch die Streicher nicht dick auf, sondern unterstreichen als Textur zu Kakaceks malerischem Slide übers Griffbrett den warmen Farbton der Trompete. Letztere übernimmt im gitarrenfreien, klavierten Zwischenspiel „Red Moon“ sogar die Führung, besonders schön nutzen Whitney ihre bemessen reichhaltige Instrumentierung aber im lebhaft aufspielenden „No Matter Where We Go“: Trügerisch simple Akkorde bilden die Karosserie für jauchzend umherziehende Melodieläufe, Ehrlich zeichnet dazu eine buchstäblich eskapistische Fantasie, die trotz mäßiger Originalität wärmend die Hand reicht: „I can take you out/ I wanna drive around/ With you with the windows down/ And we can run all night“


