ForndomFlykt EP
Ambiente, dem Black Metal oder Neofolk nahestehende, solistische Musikprojekte gibt es dieser Tage vor allem in skandinavischen Ländern nicht wenige. Forndom heißt eigentlich H.L.H. Swärd und hatte eine EP namens „Flykt“ bereits 2013 unter seinem bisherigen Moniker Heathen Harnow mit teilweise anderen Songs eigenveröffentlicht. Svärd erzeugt auf „Flykt“ Bilder, die unter den Schatten der Wälder umherschweben und Geschichten voller Mystik erzählen. Geschichten wie die vom Erlkönig, dessen verlorenes Reich durch die hallenden Räume am verkrumten Waldboden entlang schleicht. Chöre, denen nie der Atem zu stocken scheint, laden hinein ins Dickicht zum „Bäckahästen“, jenem Geisterpferd der nordischen Mythologie, das dich auf seinem Rücken reiten lässt, um dann gemeinsam in den einstürzenden Fluten der Wildbäche zu ertrinken. Man verliert sich in den schlierenden, meditativen Klängen, die in den aufbrausenden Momenten durchaus eine cineastische Breitwandqualität erreichen und wie im stetig voranmarschierenden Titelstück von fahlen Synthieklängen durch die nordische Natur geleiten. Ein wenig kurz ist „Flykt“ vielleicht geraten, aber eigentlich liegt darin auch der Reiz. Denn so kann auch einmal nur kurz abgetaucht werden: in eine unwirklich wirkende Klanglandschaft, die Körper und Geist gleichermaßen umfängt.


