Ariel Pinkpom pom
Seine letzten beiden Alben „Before Today“ und „Mature Themes“ wurden vielerorts gefeiert, doch anstatt sich im Erfolg zu suhlen und sich mit Cocktails an den Strand zu setzen, gab Ariel Pink lieber fragwürdige Interviews, in denen er misogyne Aussagen tätigte und gegenüber Pädophilen Sympathien bekundete. Vor diesem Hintergrund war die Freude über eine neue Platte des Wirrkopfes erstmal gedämpft, denn die Frage, inwiefern man die Musik von seinem Urheber separat betrachten kann, ist nach wie vor ungeklärt. Nun also „pom pom“, mal wieder ohne seine Bandbegleitung Haunted Graffiti, dafür aber auch ohne roten Faden. Pink musiziert sich einmal quer durchs Gemüsebeet und tütet dabei alles ein, was er zu greifen bekommt. Da gibt es dann Synthorgien, die an Pinks Kompagnon John Maus erinnern, ironischen Gothpop mit Hitpotential und schlingernde Folknummern, die leider nur selten zwingend sind. Binnenspannung will so natürlich nicht aufkommen, aber anscheinend geht es Pink auch gar nicht darum. „pom pom“ bleibt letztlich eine unkonkrete, beinahe beliebig geratene Compilation, die in ausgewählten Momenten zeigt, wozu Pink fähig wäre, wenn er denn wollen würde. Leider will er zu selten.


