MONOThe Last Dawn
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Label:
Pelagic
VÖ:
24.10.2014
Referenzen:
Explosions In The Sky, Yndi Halda, Red Sparowes, This Will Destroy You, God Is An Astronaut, Sigur Rós, Maybeshewill
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Autor: |
| Felix Lammert-Siepmann |
Während es beim Zwilling „Rays Of Darkness“ ruppiger zugeht, verfolgen MONO auf „The Last Dawn“ den schon vor Jahren eingeschlagenen Pfad weiter. Ausladende Strukturen, mitunter etwas kitschig und immer noch mehr oder weniger berührend. Auch wenn die Magie von „You Are There“ und „Hymn To The Immortal Wind“ schon auf dessen Nachfolger „For My Parents“ nicht mehr so intensiv zu spüren war, funktionierten die Ideen auch hier noch ohne Abstriche.
„The Last Dawn“ tut sich da anfangs etwas schwerer. Das eröffnende „The Land Between Tides / Glory“ schmuggelt sich abgesehen von einem kurzen Aufbrausen im Mittelpart geradezu verängstigt durch die Hintertür herein. Eine erstaunlich einsilbige Eröffnung, die vor allem dazu dienen dürfte, den Kontrast zu „Rays Of Darkness“ herauszustellen. Auch im Anschluss wirkt alles noch eine Nuance aufgeräumter und lichtdurchfluteter als gewohnt, doch nun erklingt wieder der Sound, den die Band inzwischen perfektioniert hat und ihn wie kaum eine andere in den verschiedensten Variationen mit Leichtigkeit umsetzen kann.
„Kanata“ kommt ebenfalls auf leisen Sohlen daher, ist aber wie aus einem Guss geformt. Traumwandlerisch fließende Strukturen ergießen sich in bandtypischer Manier über das komplette Album. Es ist nichts Neues, dass MONO es verstehen, ihrer Musik einen universellen, parabelhaften Anstrich zu verpassen. Hinter jedem Tempowechsel verbirgt sich eine Gleichung, die aufgelöst werden will, jeder Wimpernschlag scheint hier Teil der großen Geschichte zu werden. Wuchtige Ausbrüche dürfen in diesem Zusammenhang natürlich ebenfalls nicht fehlen. Wohldosiert kommen sie für das geschulte Ohr natürlich keineswegs mehr überraschend, sondern ehrlicherweise genau zum erwarteten Zeitpunkt. Sich ihrer Wirkung komplett zu entziehen, bleibt aber fast unmöglich.
Zweifellos, in den Ansätzen scheint vieles bekannt zu sein, vielleicht auch zu konstruiert. Auf Überraschungen waren MONO selten aus, hier am allerwenigsten. Vielmehr stehen abermals Schönheit und Ästhetik im Vordergrund – ein Ansatz also, bei dem Wiederholungen, auch über mehrere Jahre hinweg, durchaus erlaubt sein sollten. Ob das auch zukünftig noch verfängt, ist eine andere Frage und fast möchte man der Band raten, sich auch (wieder) anderen Einflüssen zu öffnen – was sie mit „Rays Of Darkness“ freilich genau in diesem Moment getan hat.


