Bear HandsDistraction
Eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Songbuch des Indierock! Zwei coole Dudes – einer Elektronikfrickler, der andere ein Noten hassender Musikgenius – treffen sich und entschließen sich, eine Band zu gründen, die irgendwie was mit Elektronik und Indie machen will. Na, denkt ihr auch schon: WOW! Brillante Idee! 2001 vielleicht, doch 2014 sieht die Sache schon ein wenig anders aus. alt-J und Django Django haben in derselben Sparte mit „An Awesome Wave“ und „Django Django“ Werke veröffentlicht, die man wohl als Referenz hochhalten muss und das zweite Album von Bear Hands kann ihnen nicht das Wasser reichen. Klangspielereien, Ideen, Hooks – alles da, aber einfach zu fett aufgetragen und manchmal in ihrer Effekthascherei zu billig, zu sehr das gesichtslose Formatradio im Blick, zu stromlinienförmig, irgendwie beliebig —– nicht schlecht, aber wie bei abgestandenem Bier fehlt das Prickeln und der Abgang ist schal. Reibungsloser Muzak für die üblichen Kaffee-Bars und Konsumtempel der Welt.


