Speedy OrtizReal Hair EP
Ganz als hätten Speedy Ortiz das 90er-Indie-Altrock-Revival noch nicht intensiv genug betrieben, ließ die Band um Sadie Dupuis ihre neue EP gleich mal von Paul Q. Kolderie (Hole, Throwing Muses, Pixies, Echobelly, Dinosaur Jr. und und und …) produzieren – und liefert mit „American Horror“ auch gleich ihren bisher besten Song ab. Während das melodische Gitarrenröhren melodisch wie noisig prächtiger ausgeprägt ist, stärkt vor allem Dupuis‘ deutlich über melodisches Sprechen hinausgewachsene Gesangspräsenz klar voranstehend die Stücke, ob im mitreißenden Tonlagenschwung des Falsettrefrains von „Oxygal“ oder den gedoppelten Vocals im von lebhaft gniedeligem Gitarren-Wechselspiel durchzogenen „Shine Theory“: Diese vier Songs stellen keine Resteverwertung oder auch nur Weiterführung des letztjährigen „Major Arcana“ auf gleichem Niveau dar, sondern in jeder Hinsicht ein Wachstum nach oben.


