William FitzsimmonsLions
Es gibt wahrlich wenige Dinge, die weicher, zarter oder samtiger sind als die Songs des leidenschaftlichen Bartträgers William Fitzsimmons. Anscheinend werden seine Lieder mittlerweile sogar dann gespielt, wenn es in den zweifelhaften Produktionen des Privatfernsehens romantisch oder andächtig werden soll. Puh! „Lions“ ist mittlerweile das fünfte Album des schweigsamen Amerikaners und jeder, der noch irgendwas in seiner Brust spürt, sollte sich doch für die sensiblen Schmachtfetzen aus Fitzsimmons‘ Feder empfänglich zeigen. Mag sein, dass seine Songs gleichförmig wirken und ja, vielleicht ist das immer ein bisschen viel Melancholiebutter auf dem täglichen Schwarzbrot, das sich Leben nennt. Aber hey, es ist schlicht und ergreifend schlicht und ergreifend. Fitzsimmons vertont wie kein Zweiter das Kribbeln im Bauch, wenn sich die ersten Frühlingsboten ankündigen, aber auch das Gefühl der Leere nach unerwarteten Enttäuschungen bringt er mit seinen Folkminiaturen auf den Punkt. Ein Glas fettreduzierte Milch auf die Leisetreter und Weicheier dieser Welt!


