Mit ihrer zweiten EP untermauern Hysterics ihren Ruf als eine der derzeit vitalsten Hardcore-Bands und thrashen dabei sogar noch furioser als bisher voran. Zum zweiten Mal, doch erfolgreicher als auf dem Debüt, erstrecken sie sich mit „Please Sir“ über vier Minuten in Länge und Breite, was der rumpeligen Intensität aber keinen Abbruch tut und in wüsten Gitarrenausbrüchen weniger kulminiert als eskaliert. Doch das Quartett macht nicht nur instrumental Druck, in immer wieder eindringlich steigendem Tonfall schwingt Hysterics‘ Vokalistin die Worte wie Waffen und zieht in „Now I See“ Silben in die Länge, nur um nach diesem Ausholen mit einem Peitschenschlag in rapides Stakkato zu explodieren. Auch wenn ihre Texte zur sarkastischen Abfuhr (in „Please Sir“) werden, so vermitteln sie stets Positionen, die einer sozialen Realität erwachsen anstatt dumpfen Nihilismus zu zelebrieren. „Can’t I Live?“, fragt „Leave Me Alone“ eingangs im Midtempo, bevor sich Hysterics überaus kontrolliert lospolternd gegen vermeintlich Besserwissende behaupten: „You don’t know what you’re doing/ You don’t know what youre saying /Leave me alone/ Don’t waste my time“.

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