Am denkwürdigsten wird das zweite Album von You Blew It!, wenn die Band aus Orlando gesanglich in den Hintergrund tritt. Meist springt Tanner Jones allein mit seiner angeschabten Stimme emotional geladen über die Tonleiter oder erhält dezente Harmonien, in „Regional Dialect” auch mal simultan ruhiges Sprechen zur Begleitung, dazwischen entfaltet sich die Band mehr als zuvor über instrumentale Zwischenläufe. Nicht nur dadurch hält „Keep Doing What You’re Doing“ auch bei vielen im Niedertempo gehaltenen Songs eine gewisse Grundspannung bei, auch ist die Rhythmussektion knackig in Szene gesetzt, wenn wie in „Rock Springs“ der rumpelige Basslauf von Nebenvokalist Evan Weiss (Into It. Over It.) nicht hinter der hübsch funkelnden Leadgitarre zurücksteht. Stärker als in den energetisch aufpielenden Songs des letzten Albumdrittels setzen You Blew It! aber ihre Eigenakzente, wenn der Singalong-Chor in weiter Distanz von „Better To Best“ hallt oder „House Arrest“ in ein raunendes Summen mündet – stimmungsvolle Kontraste zur Angespanntheit drumherum.

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