Gardens & VillaDunes

Keine Frage, die Klangqualität von Gardens & Villas glimmendem Synth-Rock ist seit ihrem blechernen Debüt exponentiell gewachsen. Das wird besonders deutlich, wenn sich „Purple Mesas“ in ähnlich morastige Psych-Nebelschwaden begibt wie das 2011er Vorgängerwerk: So aufgequollen sich die Akkorde auch verformen und samtige Oszillationen die Luft durchziehen, wirken sie doch alle so reichhaltig eigencharakteristisch ausgeformt wie das leise Rumbaschütteln im Abseits. Eben im Abseits der Sphären- und Sumpf-Vibes, im Verbogenen und Verborgenen gefällt sich das kalifornische Quintett auf „Dunes“ mehr als im zielstrebigen Song, nachdem der lebhafte Groove und Funk-Einschlag des Eröffnungstripels „Domino“/„Colony Glen“/„Bullet Train“ verglüht ist. Das gestaltet sich im Detail kurzweilig interessant, zeigt aber über mehrere Minuten hinweg bald Ermüdungserscheinungen und steht deutlich hinter beispielsweise den eindrucksvoller hypnagogischen Entwürfen eines Joe Knight (Rangers) zurück.

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