Eigentlich ist es bei Garagepop-Bands seltener der Fall, dass sie wie diese Dublinerinnen auf ihrem Debütalbum spieltechnisch bereits reifer als im Songwriting sind. Klasse wird so der Schwerkraftskontrast, wie die Stimmen im ersten und letzten Stück über muskulös rollenden Drums schweben, in „Someone New“ zeigt die Leadsängerin (eine innerhalb der Band wechselnde Position) solo wie auch in Harmonie gefestigtes Vocal-Charisma. Umso kurioser, dass sich „Cursing The Sea“ eingangs so abwesend präsentiert, das übermäßig dumpfe Moll-Monochrom wirkt zu oft in weiter Halldistanz verloren. Besser schon, wenn sich in „Green Eyed“ auch mal der Bass sägend profilieren darf oder die Synths in „Money“ nicht bloß als dauerbliepender Teil des Gesamtsounds herausstehen, doch auch jenseits der Vorabsingles finden sich die besser gelungenen Songs vor allem in der zweiten Albumhälfte, zu der man sich so frustrierenderweise immer erst einmal durchkämpfen muss.

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