CultedOblique To All Paths
Culted stellen den Hörer mit ihrer dritten Veröffentlichung „Oblique To All Path“ direkt am Anfang auf eine harte Probe. „Brooding Hex“ will sich nie so richtig entscheiden und irrlichtert sich durch beinahe 20 Minuten Sluge’n’Doom, um am Ende bei Drone zu landen und mit Klavier auszuklingen. Dieses Sich-nicht-festlegen-Wollen oder -Können durchzieht alle sieben Songs des einstündigen Albums, einer Stunde, in der die schwedisch-kanadische Band, die noch nie zusammen ein Studio von Innen gesehen hat, so etwas wie transatlantisches Filesharing betreibt. Culted wühlen sich durch die Eingeweide vieler Spielarten der dunkelsten Materie, klettern in die finstersten Höhlen aus Hall und Verzerrung, um mit einem Klang wieder herauszukommen, der bleiern jegliche Bewegung unterbindet und den Geist in katatonische Zuckungen versetzt. Dabei hat „Obligue To All Paths“ tatsächlich sogar seine Momente, aber diese aufzuspüren erfordert Langmut. Pures Un-Easy Listening.


