Cate Le BonMug Museum

Wie nur wenige andere beherrscht die Waliserin auf ihrem exzellenten dritten Album die Kunst, leicht verschrobene Klänge in klaren Linien zum eingängigen Song zu verweben. Manchmal wirkt das fast schon versponnen, wie wenn der Refrain von „Duke“ mit jedem langen Anschlag voluminöser oszillierend die Tonleiter erklimmt, bis der Fokus wieder auf die Gitarre zurückfällt. Ganz gemütlich groovt hingegen „No God“ auf papierdünnen Snares dahin, dass Le Bon mit ungemein sauberem Gitarrensound den Geist von Television heraufbeschwören kann, spätestens wenn ein zweiter Sechssaiter zum Leben erwacht. Fast nie ist die Komposition selbst verschnörkelt, selbst ein Leierkastendudeln wird in „Wild“ zum essentiellen Träger des Songs, dessen psychedelischer Freakout so bemessen ist wie das Flöten, das Le Bons betörendes Duett mit Perfume Genius („I Think I Knew“) umträllert. Einzig „Cuckoo Through The Walls“ driftet ein wenig aus der Spur, was aber so beabsichtigt scheint wie Le Bons akzenthaft von Song zu Song unterschiedlich scharf ausfallende Aussprache.

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