Wolf AliceBlush EP

Der Sound des Londoner Quartetts pendelt ähnlich wie bei Yuck mit großer Pedalverliebtheit zwischen Gitarrenpanorama-Dreampop und dem US-Indierock-Sound der 90er, doch auf ihrer nicht nur klanglich reifsten Veröffentlichung zeigen Wolf Alice Bestrebungen, ihr Songwriting weniger oberflächlich zu gestalten. Zwischen „Blush“ und „90 Mile Beach“ scheint es schon so, als könne Ellie Rowsell sich die hymnisch-getragenen Refrains locker aus dem Ärmel schütteln. Das (nicht gleichermaßen wie die Vocal-Harmonien überzeugende) Gitarrensolo im EP-Finale zeigt aber ebenso das druckvolle Zusammenwirken der Band wie das von munterem Voranrumpeln gerahmte „She“, lediglich „NoseDive“ lässt ohne zündende Idee in beider Hinsicht noch zu wünschen übrig. Dass es lediglich nett anzuhören ist, ist aber auch schon das Negativste, was sich über diese vielversprechende EP sagen lässt – vom Cover abgesehen vielleicht.

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