
Vereinzelt durch die Blogosphäre geisternde Songs und die vorabveröffentlichte EP „Don’t Try…“ haben die Erwartung mächtig in die Höhe geschraubt. FIDLAR aus L.A. könnten die amerikanische Garage-Noise-Hoffnung der Stunde sein.
Zwar sind die USA in diesem Genre derzeit alles andere als schlecht aufgestellt, davon zeugen auch Rezensionen der letzten Jahre auf dieser Seite (vgl. Ty Segall, METZ etc.), dennoch rappelt es mächtig im Karton. FIDLAR (kurz für „Fuck It Dog, Life’s A Risk“) besitzen Energie und Spielfreude, außerdem stehen sie mit mehr als zwei Beinen fest in den besten Traditionen, die die USA in diesen Genres zu bieten haben.
Das Intro zum Opener „Cheep Beer“ schreit mit seinem Gitarrensound förmlich The Cramps und verweist natürlich noch weiter zurück in die amerikanische DIY-Tradition der One-Single-Garage-Bands der 60er. Weitere Eckpfeiler sind der Geist des Bubblegum-Punk der Ramones, die AmRep-Schule der späten 80er gepaart mit dem Willen zum Pop von Nirvana. Offen bleibt die Frage, ob das alles reicht für den nächsten großen Wurf?
Riffs schnell vergessen sind. Trau keinem bemüht hippen Akronym!
(Uli Eulenbruch)