AstronoidAir

Astronoid aus Groveland, Massachusetts scheinen angetreten zu sein, um ein für alle Mal zu beweisen, dass Blast- beziehungsweise D-Beat, Tremolo-Pickings und weitere Zutaten aus dem metallenen Universum wie Gniedelsoli und Riffing noch lange keinen Metal machen müssen. Im Grunde sind bei ihnen all diese Zutaten, die doch eine fette Metalplatte auszeichnen, vorhanden und auf Bandbildern stimmen sogar die Posen und die Gitarrenkorpi – nur ist ihnen komplett die Härte ausgetrieben. Wenn auf Astronoids Debütalbum „Air“ noch Dissonanzen vorhanden sind, dann in Melodiefolgen, die man so ähnlich auch schon bei den Pop-Math-Punkern von Hot Club De Paris gehört haben könnte und denen dann keinerlei dissonante Funktion mehr innewohnt, oder in Post-Rock-Anleihen. Überhaupt, das Präfix ist hier bei der Stilmarkierung überall anzusetzen: „Air“ ist Post-Metal, Post-Shoegaze, Post-Rock, Post-Emo und über all diesem Post thront weicher Klargesang, der gerne auch in seiner mehrstimmigen Harmonieform dargeboten wird. Die Produktion und der Klang ist sauber, satt, voll und so euphorisch jubilierend hell, dass es fast schon zu viel ist – aber eben nur fast. Astronoid werden spalten, vermutlich mehr noch als jene, die ihnen den Weg bahnten es vermochten, denn im Grunde ist „Air“ nicht mehr vordergründig Untergrund und Subkultur sondern Pop.

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