Ela StilesEla Stiles

Für ihr Solodebüt legt die Melbournerin (Bushwalking, Songs) den Bass beiseite und pfeift mit wenig mehr als ihrer Stimme auf Album- und andere Konventionen. Gerade in seiner eigentümlichen Form arragiert sie „Ela Stiles“ aber beachtlich eigencharakteristisch als Molekül vieler kleiner Partikel – und eines enorm großen. Das zehnminütige „Drone Transitions“ ist fast doppelt so lang wie sämtliche vorhergegangenen A-capella-Miniaturen zusammen, wobei jeglicher Drone nur von Stiles‘ mehrfach geschichtetem Raunen generiert wird. Am ehesten noch als Song greifbar ist das eröffnende „Kumbh Mela“, was folgt hat entweder keine Worte, keine Begleitung oder keinen Titel. Im Gegensatz zu den Vocal-Loops Julianna Barwicks hält Stiles vor allem ihre Lyrik im Fokus, die sie in oft girlandenartigen Bögen intoniert, weniger die nur unmerklich mutierende Textur. Für einen kurzen Augenblick scheint sich im Finale ein Ausbruch anzudeuten, wenn ein heller Klangtapetenstrich eine plötzliche Stimmvervielfachung begleitet, doch lieber erzeugt Stiles dann einen langsamen Drift in schattige Untiefen und lässt ein enigmatisches Werk wortlos ausklingen.

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