Auf eine angenehm unverkrampfte Weise sind Parquet Courts Traditionalisten: Mit ihrem exzellenten Debütalbum „Light Up Gold“ setzten sie dem Post-Punk der kurzen Songs von Wire und Minutemen Anfang des Jahres ein Denkmal, das vor allem in Texten und Melodien eigenwillig genug war, um selbst Menschen zu begeistern, die erst seit den White Stripes zuhören. Auch „Tally All The Things That You Broke“ ist ein erprobtes Rock’n’Roll-Klischee: die Nachfolge-EP, auf der das Spektrum erweitert wird, kleinere Witzchen erlaubt sind und überhaupt alles ganz locker ist. „You’ve Got Me Wonderin’ Now“ hat Blockflöte und Boogie-Schräglage, „Descend“ ein Hardcore-Shouter-Finale und „The More It Works“ baut eine Strokes-Bridge um sein Tourette-Syndrom herum. Sicherlich streitbar: der achtminütige Rausschmeißer „He’s Seeing Paths“, der mit schrottigem Beat und eckigen Raps an Beck zu „Loser“-Zeiten erinnert. Auch wenn der Weltstar-Refrain fehlt.

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