Mal wieder folgt auf die Reunion einer verdienten Rockband ein Comeback-Album, doch langsam wird das ständige Formulieren von Erwartungen ob großer Leistungen in der Vergangenheit anstrengend. The Dismemberment Plan haben – das muss man an dieser Stelle eben sagen – um die Jahrtausendwende einen der interessantesten Indierock-Entwürfe geliefert und mit „Emergency & I“ und „Change“ zwei Platten veröffentlicht, die noch heute zum Indie- und Alternative-Kanon gehören. Nach zwölf Jahren sind Frontmann Travis Morrison und Co. nun wieder zurück und sehen sich mit ihrem fünften Album entsprechend hohen Erwartungen ausgesetzt, doch letztendlich wird ihnen mit diesen zehn Songs kaum entsprochen. The Dismemberment Plan versammeln darauf leider meist recht banale, schwachbrüstige Indierock-Songs, die den Fokus vor allem auf die dringlichen Melodien legen, dabei aber kaum Spannung aufbauen können. Eine Vision hinter dieser Reunion ist nicht zu erkennen, vieles wirkt lieblos und beliebig, Signifikantes bleibt aus, auch auf lyrischer Ebene. Schade, aber dieses Comeback fällt bis dato leider in die Kategorie „Ausbaufähig“.

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