The FieldCupid's Head

Axel Willner hat den Punkt erreicht, an dem man ihn als eine Bank bezeichnen (nicht als Finanzinstitut beschimpfen, wohlgemerkt) muss. Bei der schieren Menge an kurzzeitig gehypten Eintagsfliegen im gleichen Zeitraum wäre es schon bemerkenswert genug, wie er mit „Cupid’s Head“ seinem Zweijahresrhythmus treu das vierte exzellente Werk im ihm eigenen Loop-Techno-Stil geschaffen hat. Doch nicht nur von menschlichen Mitspielern, auch vom Laptop hat der Schwede sich diesmal getrennt, was beim Hören des nun reinen Analogsounds kaum auffällt. Nach unheilvollem Anfangsdrittel, das vor allem in „Black Sea“ einen schwarz gelackten Italo-Synth-Rahmen trägt, hellt sich das wieder stärker über Vocalsamples strukturierte Album auf und mündet im zentrifugalen „No. No…“ und dem erhabenen Drone „20 Seconds Of Affection“. Überraschen mögen beide Stücke nicht, ihren köstlichen Hirnspiraleffekt schmälert das keinen Deut.

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