Während manch andere Band klare und raue Vocals aufteilt, übernimmt Jon Simmons beide Aufgaben beim emotionalen Post-Hardcore-Quintett. Sein Röhren fällt zwar nicht völlig hemmungslos, jedoch klar nach außen gewendet aus, sein nüchterner Gesang hingegen wirkt introvertiert und lässt es dem wuchtigen Gitarren- und vor allem wuchtenden Schlagzeugreigen wie im ansonsten feinen „When I Come Undone“ gelegentlich an Persönlichkeit mangeln. Auch der klassische Kontrast zum shoutigen Finale von „Notice Me“ fällt so flach, besser gelingen Balance And Composure dramatischere Kompositionen wie „Cut Me Open“, oder „I’m Swimming“ und „Tiny Raindrop“, die mit melodischer Konzentration auf Vocal- und Gitarrenseite zu glänzen wissen. Besonders schön: Das erhabene Finale „Enemy“, gerade auch weil Simmons sich ein wenig ausdrucksstärker vorwagt und mit den voluminös hallenden Saiten streckt.

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