OathbreakerEros|Anteros

Es ist nicht alles Black Metal, was beatblastet, vor „Sunbather“ hätte dem Ghenter Quartett dieses mancherorts zu lesende Genrepräfix wohl niemand anzukleben versucht. Vom Anfang abgesehen drückt und bedrückt Oathbreakers exzellentes zweites Album ohnehin mit metallen-wuchtig (und wie des Öfteren auf Deathwish von Kurt Ballou) produziertem Hardcore, der immer wieder die graumalerisch-poetische Weite von Screamo à la Envy oder Rolo Tomassi sucht. Mit greiffester, meist raukehliger Härte dampfen beide Albumhälften auf elegische Kompositionen hinaus, die zusammen fast so lang wie die restlichen Stücke sind. Die sonst nur gelegentlich leisen Gesangstöne spannen, im Finale „Clair“ unter Einbinden von Versen aus Maurice Maeterlincks „Pelléas et Mélisande“, dort Ruhebetten auf, die aber unweigerlich in über sie einbrechenden Lärmstürmen splitternd zerbrechen müssen.

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