Emiliana TorriniTookah

Man hört es „Tookah“ an, dass sich die Isländerin Gedanken um ihr neues Album gemacht hat – nicht auf der Suche nach TV-Soundtrackmaterial, sondern nach der genauen Gestalt dieser Songs. Mit Torrinis zuvorderst gelegter Stimme und Fingerpicking inklusive Saitenbundrutschen zeigt sich die Produktion nahbar, zugleich erlangt sie Breite und Tiefe durch spärlich schallende Perkussion oder in „Caterpillar“s und „Blood Red“s Rahmung in ungreifbares Droneraunen. Das erinnert im ungemein lockerwarmen „Home“ ein gutes Stück an Sandro Perris „Impossible Spaces“, vor allem aber doppelt Torrini ihre Vocals wohlbemessen und nutzt sie wie die noch spärlicheren Synthsprüher zum Akzentuieren der Songdynamik, nicht bloßer Verzierung. Allein das finale „When Fever Breaks“ ist hoffnungslos überdehnt, herrlich gelungen hingegen die ausgedehnte Beat-Intensivierung von „Speed Of Dark“, mit dem sich Torrini quasi selbst einen AOR-Disco-Remix verpasst.

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