Es schnalzt, es peitscht, es wummert – kaum bemerkt haben sich Christelle Gualdis spacige Synth-Explorationen um eine ungemein aufregende Dimension erweitert. Wo andere sich lediglich eine retro-krautige Drum Machine oder einen gemächlich-gleichmäßig tragenden 4/4-Kick unterschnallen, sind Stellar OM Sources Synth-Beat-Verflechtungen stetigen Mutationen unterworfen, die wie im Finale für wahrhaft augenöffnende Momente sorgen. Auch wenn man ihren Verlauf eingangs kaum erahnen kann, tragen alle Tracks eine eigene, starke Klangsignatur, ob das acidige Blubbern von „Trackers“, „Elite Excel“s Bassballung zu hellen Synthsprenkeln oder Vocals inmitten der metallenen Cybersounds von „Par Amour“. Zudem brilliert „Joy One Mile“ in der kontrastreichen Balance aus druckvollen Dynamiken und direkt zu Kopf steigender Softheit, lässt beide komplex für sich agieren oder interagieren, ohne sich in verkopfter Steifheit abzukapseln.

Ein Kommentar zu “Stellar OM Source – Joy One Mile”

  1. Faszinierendes Album, das sich lange nicht erschöpft! Danke für die Rezension, Uli.

Einen Kommentar hinterlassen

Platten kaufen Links Impressum