Irgendwie ist Indie-Pop-Punk ein undankbares Genre. Niemand erwartet noch Großes und die Platten laufen meist einfach so mit, neben En-vogue-Kritikthemen wie Post-Mortem-Metal oder Deathstep. Aber The So So Glos haben sich entschieden, eben dieses Genre zu bespielen. „Blowout“ macht denn auch prinzipiell alles richtig: Die Schnodderigkeit des Vortrags stimmt, der Nervositätsindex ist beinahe pathologisch und hält somit den Abgeh-Pogo-Faktor stets im roten Bereich. Das Verhältnis von Melodie zu Krach ist ebenfalls vorbildlich zu nennen, außerdem gibt es genug Momente, die zum lauten Mitsingen beim Bierholen am Tresen oder zur gruppendynamischen Gefühlsverstärkung auf der Tanzfläche einladen. Zudem klingen The So So Glos streckenweise erstaunlich britisch für eine Band aus Brooklyn, aber leider entsteht aus alledem kein zwingendes Album. Dennoch: In der Indiedisco oder Pinte deines Vertrauens sollten einzelne Songs von „Blowout“ einen sicheren Weg ins Repertoire finden.

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