BengaChapter II

Wie die Zeit vergeht! Nachdem er mit Coki und „Night“ den ersten großen Charterfolg der Genregeschichte hatte, war vor fünf Jahren Bengas „Diary Of An Afro Warrior“ eines der meistersehnten Dubstep-Alben – im damaligen Verständnis des Begriffs. Vom damaligen Hitgespür ist hier jedoch wenig zu spüren. Während sein Magnetic-Man-Kollege Skream mittlerweile mehr an housiger Weichheit interessiert ist, wirkt Benga, als hätte er an Dubstep-Enthusiasmus verloren, ohne daraus Konsequenzen zu ziehen. Fast widerwillig erscheint der Half Step im steifen Hämmern von Stücken wie „I Will Change“, wie ein Befreiungsschlag hingegen die Breakbeats von „Higher“, ab dem auch vocalmäßig die nötige Intensität zunimmt, um den Tiefenmangel der Stadionstep-Aufgeblasenheit auszugleichen – doch nicht genug, um „Chapter II“ neues Leben einzuhauchen.

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