Schon wieder ein neuer Stern am Himmel blutjunger MC-Talente, im Falle von Chancelor Bennett aus Chicago allerdings ein ganz besonders verstrahlter. Wer mit unfokussiertem Eklektizismus und einer debil schnarrenden Comicfigurenstimme so seine Probleme hat, dürfte mit „Acid Rap“ jedenfalls kaum glücklich werden. Der Rest bekommt bei diesem Mixtape ungefähr das, was draufsteht: Verspulte Beats, drogeninspirierte Singsang-Raps und so mancher Fingerzeig in Richtung Soul, Gospel und vor allem auch Pop. „Cigarettes on cigarettes, my mama think I stank / I got burn holes in my hoodies, all my homies think it’s dank / I miss my cocoa butter kisses…“ heißt es im prägendsten Refrain des Albums irgendwo zwischen Kindheitsverklärung und pubertärer Kiffer-Lyrik. Wäre KanYe West zu Beginn seiner Karriere ein verpeilter Acid Head und nicht schon der geltungssüchtige Geschäftsmann gewesen, als der man ihn heute kennt, vermutlich hätte sein Debüt genau so geklungen. Und allein diese herrlich kuriose Vorstellung macht die wenigen schwächeren Stücke und die relative Abwesenheit von Tiefgang auf „Acid Rap“ bereits locker wieder wett. Nennt es von mir aus den Genie-Faktor, aber vor Chance wird es in diesem Sommer kein Entkommen geben.

2 Kommentare zu “Chance The Rapper – Acid Rap”

  1. Fuckyou sagt:

    Will der Autor nochmal überdenken was er da gesagt hat ich glaub es nicht ihn mit kanye zu vergleichen alter das ist doch richtig daneben… Sorry aber so einen Mist hab ich lang nicht gelesen…

  2. mdmrmdmrmdmr sagt:

    Der Vergleich mit Kanye West kommt daher, weil er so wie Chance aus Chicago stammt. Von der jüngeren Generation der MC’s aus Chi-Town ist aber auch Chance am ehesten mit Kanye vergleichbar, außer ihm vlt noch Vic Mensa… :)

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