Ghostface Killah ist der Wu-Tang-MC mit der verlässlichsten Solokarriere, eine wirklich schlechte Platte hat er unter seinem Namen nie veröffentlicht. Nach dem arg notgeilen „Ghostdini“ (2009) und dem arg routinierten „Apollo Kids“ (2010) tut aber auch ihm mal wieder eine richtige Herausforderung wie „Twelve Reasons To Die“ gut. Mit seinem zehnten Soloalbum erzählt Ghostface die Geschichte eines Mafia-Aussteigers auf Rachefeldzug, angesiedelt zwischen dem Detailreichtum von „The Wire“, der Brutalität von „Kill Bill“ und der surrealen Trostlosigkeit von „Sin City“. Das eigentliche Ereignis an „Twelve Reasons To Die“ ist aber Produzent Adrian Younge: Der bisher für psychedelischen Soul und Soundtracks bekannte Musiker aus Los Angeles gibt dem Album einen düsteren, paranoiden Anstrich, der Songtiteln wie „Enemies All Around Me“ und „Blood On The Cobblestones“ gerecht wird. Dabei besonders gut: die Spaghetti-Western-Streicher und die immer wieder ins Opernhafte abdriftenden Backgroundsängerinnen.

2 Kommentare zu “Ghostface Killah & Adrian Younge – Twelve Reasons To Die”

  1. Zuerst fehlten mir ein wenig die Hits, aber nach Wochen der Dauerrotation passt hier wirklich alles. Selten ein Album gehört, auf dem sich Produzent und Interpret so perfekt ergänzen.

  2. Daniel sagt:

    es ist wahrscheinlich die am besten produzierte ghostface-platte, was ja wirklich was heißt. aber rein von den raps her fand ich fishscale und supreme clientele schon noch deutlich bessser.

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