Wildbirds & Peacedrums: Unterstützung von 14köpfigem isländischem Chor

Wilde Vögel, Friedenstrommeln. Es ist schon ganz schön bizarr, wie sich die Schweden Mariam Wallentin und Andreas Werliin als Wildbirds & Peacedrums inszenieren. Glänzte auf früheren Werken eine barsche Perkussivität gepaart mit der energetisch entrückten Stimme Mariams, werden auf dem aktuellen Album „Rivers“, welches im Grunde genommen nur die Compilation zweier völlig unterschiedlicher EPs ist, sämtliche musikalischen Grundzüge aufgebrochen, mit einem skandinavischen Folk-Verständnis in ihre Bestandteile zersetzt und auf zwei unterschiedliche Weisen interpretiert.

Eine Kunst zwischen E- und U-Musik, bei der man ständig eingenommen werden kann von den einerseits zerbrechlichen Klängen, die langsam aus der Tiefe in den Raum fließen, andererseits von vielerlei absonderlichem Schlag- und Hauwerkzeug, was gar trefflich die (a-)rhythmischen Strukturen aufbricht.

Live werden die beiden auf ihrer aktuellen Tour von einem 14köpfigen isländischen Chor unterstützt und wer jetzt ganz laut „Björk“ ruft, hat zumindest soweit recht, dass deren Faszination und Charisma nicht ganz so weit hiervon entfernt liegen, vom Kunstgenuss ganz zu schweigen.

Einziger Deutschland-Auftritt am 07.10.2010 im Babylon in Berlin

Ein Kommentar zu “Wildbirds & Peacedrums: Unterstützung von 14köpfigem isländischem Chor”

  1. […] etwas wahrgenommen wird. Deswegen sitzt die Gemeinde während der Lesung aus dem Evangelium. Wildbirds & Peacedrums machen an diesem Abend aus dem Kinosaal des Babylon in Berlin-Mitte einen sakralen Raum und […]

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