Die schlimmsten Albumcover 2010: Weezer neu auf Platz 06

Weezers Misere lässt sich wie folgt zusammenfassen:  

„Knew this girl back in junior high school
When nobody gave her a look
Look at what we got, the girl got hot
Switched up and rewrote the book

Satin tights, boots so white
Leopard handbag out of sight
What used to mean a little
Now means a lot
Oh my goodness me
The girl got hot“

Was klingt wie ein, freundlich ausgedrückt, Text mit viel Luft nach oben, stammt nicht etwa aus der Feder eines pubertierenden Fünfzehnjährigen, sondern aus dem Kreativreservoir eines fast 40jährigen. Sein Name ist Rivers Cuomo und er studierte amerikanische Literatur in Harvard. Schon längst machen Weezer nicht mehr mit ihrer Musik Schlagzeilen, sondern mit ihren absurden Albumartworks, die allmählich das Niveau der Bloodhound Gang erreichen. Jüngst wurde das Cover zu „Hurley“ veröffentlicht, das Weezer im September via Epitaph veröffentlichen werden – selbst ihrem Majorlabel waren die letzten Ergüsse wohl nicht mehr vermarktungskompatibel genug. Für uns dennoch ein Anlass, um die schrecklichsten visuellen Verbrechen des Jahres aufzuarbeiten. Hier unsere Galerie des Grauens. Schlimmer geht immer!

12 Kommentare zu “Die schlimmsten Albumcover 2010: Weezer neu auf Platz 06”

  1. Ich unterstütze CocoRosie für #1 voll und ganz. Diese Schrift!

    Hast du das Yeasayer-Cover mal „in echt“ gesehen? Das hat noch einen gewissen Extraeffekt.. wobei ich mir nicht sicher bin, ob der das Dingo noch schlimmer macht oder irgendwie schon respektabel bekloppt.

  2. Markus sagt:

    jau, hab die Yeasayer-Vinyl. Finds trotzdem scheußlich, auch wenn ich als Kunststudent natürlich bewusste Grenzübertretungen tendenziell spannend finde (und in diesem Fall unterstelle ich auf jeden Fall eine weitergehende Intention, ebenso z.B. beim M.I.A.-Cover).

  3. kevin sagt:

    Also gegen das neue Weezer-Cover habe ich als Lostianer wenig bis gar nichts einzuwenden.

    CocoRosie stehen hingegen natürlich auf einem verdienten ersten Platz.

  4. iquitos sagt:

    weezer hätten sich nach pinkerton auflösen müssen, coverartwork hin oder her

  5. Sven sagt:

    Was ist bitte mit MGMT? Erstens dafür, dass die Platte durch das Rubbel-Cover über 30€ kostet. Dann dafür, dass man in der Folge wohl nichts Besseres damit tun könnte, als wirklich das ganze Cover abzukratzen.

    Für die Weezer wäre ich trotz Lyrics und Musik wohl noch etwas zurückhaltender. Vielleicht auch weil ich damals ebenfalls die Serie „LOST“ ziemlich intensiv verfolgt habe und dabei ebendieser Hurley eine durchaus interessante und dramatische Rolle einnimmt: http://tvcinemaemusica.files.wordpress.com/2010/06/hurley.jpg

    Menomena finde ich auch nicht schlimm. Gemalt fänd das jeder großartig. Das Foto finde ich schon sehr okay.

    Cocorosie auf 2 und Ken auf 1 – schlimmer geht’s nimmer.

  6. Johannes sagt:

    Das von Menomena hat doch durchaus seinen ästhetischen Reiz. Das von Yeasayer steht bei mir allerdings mit Abstand auf Platz 1. Da zieht sich doch alles in einem zusammen, wenn man das anschaut. Ganz extrem furchtbar!

  7. Johannes M. sagt:

    Das von CocoRosie ist natürlich schlimm, sollte aber nicht davon abhalten, die Platte zu hören. Großartiges Album!

    Die Cover der Tindersticks und Menomena finde ich nicht schlimm, da gehören für mich eher Big Boi (drei Schrifttypen auf dem Cover, Sonnenbrille richten) und Marina And The Diamonds (Lasziver Blick un extremste Photoshop-Bearbeitung samt Schnitträndern). Aber auch die Alben sind sehr gut. Ich sollte mir wohl mehr Platten mit schlimmen Covern anhören. :-D

  8. Bastian sagt:

    Mir fehlt auch noch Wavves!

  9. Bastian sagt:

    Cloud Cult sind natürlich auch immer wieder für eine Scheußlichkeit gut: http://pitchfork.com/reviews/albums/14454-light-chasers/

  10. markus sagt:

    uargh, auch grauenhaft. das „the books“-ding findet auch ganz sicher noch einen platz in der abschlussliste des jahres. das hatte ich noch übersehen.

  11. […] geht immer, das haben wir bereits im letzten Jahr festgestellt. Aber dass es soweit kommt, dass Limp Bizkit trotz ganz schauderhaftem Cover mit ihrem […]

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