Empfehlung: Javelin

Empfehlung: Javelin

Another Brooklyn Boomer. Es scheint, als wäre der Londoner Untergrund erst einmal großflächig abgeriegelt – die spannendsten Projekte kommen derzeit aus der amerikanischen Metropole. Egal, ob es die Hinwendung zum Surfpop ist (mit deutlichem Noiseeinschlag wie bei The Drums) oder das Verknüpfen unterschiedlichster Stile und Spielarten wie bei MGMT, Yeasayer oder Animal Collective.

Gerade diesen integrativen Ansatz verfolgen auch Javelin, ein Duo, das ursprünglich aus Providence, Rhode Island stammt. Pop, Indie, Bitpop und Tropicana werden in den Mixer geschmissen und sich dann erst einmal gemütlich auf der „On“-Taste ausgeruht, so dass das Ergebnis ein vollends durchfruchteter, kuddelmuddeliger Entwurf ist.  Eine grellbunte Mischung, die mal funky daherkommt wie bei „Vibrationz“ , C64-klirrend wie bei „STD Furry“ oder so entgleist-fahrig wie bei „Tryout“. Sie scheuen weder HipHop-Beats noch sämige Karibikklänge. Sie samplen und kombinieren wie die Teufel und ihnen dabei zuzuhören ist eine eingängige und sehr unterhaltende Angelegenheit. Das Debüt ist fürs nächste Jahr auf dem Label Luaka Bop angekündigt, via Thrill Jockey ist soeben ein Appetitanreger in Form einer 12 Inch erschienen (längst ausverkauft). Mitunter klingt ihre Mischung darauf nicht immer 100%ig eigenständig und überzeugend, Javelin stehen  noch in der zweiten Reihe. Vielleicht gelingt ihnen 2010 der eine Schritt nach vorne.

Links: Homepage, Myspace

Ein Kommentar zu “Empfehlung: Javelin”

  1. […] freundliche Jonathan Boulet sicherlich leichter. Auch die Globopop-Bands wie Electric Wire Hustle, Javelin oder Nice Nice sowie flotte Disko-Projekte wie Gold Panda, CFCF, Gucci Vump oder Delphic könnten […]

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