Laurie AndersonHomeland |
|
Wer Laurie Anderson zuhört, hat nicht den Eindruck es mit einem normalen menschlichen Wesen zu tun zu haben. Auf „Homeland“ gleicht die legendäre Performance-Art-Künstlerin eher einem transzendentalen Überwesen, eine Inkarnation des wissenden amerikanischen Bewusstseins. Es gibt sogar Beweise für Andersons übersinnliche Fähigkeiten. Als die Lou-Reed-Gattin vor fast zehn Jahren, nur zwei Wochen nach 9/11, ihren unwahrscheinlichen UK#2-Hit „O Superman“ in New York performte, hatte der 20 Jahre alte Song plötzlich eine beunruhigend orakelnde Bedeutungswendung genommen: „Here come the planes. They’re American planes. Made in America. Smoking or non-smoking?”. Viele Jahre sind seither wieder ins Land gezogen, Jahre, die die Amerikaner vor zahlreiche Herausforderungen, Probleme und Rückschläge gestellt und die die 63-Jährige dazu veranlasst haben, ein weiteres Mal ihre Stimme zu erheben. Auf „Homeland“ erzählt sie, in intensive Meditationen eingebunden, apokalyptische Geschichten aus dem Hier und Jetzt. |


