Einstürzende NeubautenLament |
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Inszenierte Erinnerung oder konstruierter Stolperstein: „Lament“ ist mehr, als es sein eigentlicher Zweck verspricht. |
Laurie AndersonHomeland |
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Wer Laurie Anderson zuhört, hat nicht den Eindruck es mit einem normalen menschlichen Wesen zu tun zu haben. Auf „Homeland“ gleicht die legendäre Performance-Art-Künstlerin eher einem transzendentalen Überwesen, eine Inkarnation des wissenden amerikanischen Bewusstseins. Es gibt sogar Beweise für Andersons übersinnliche Fähigkeiten. Als die Lou-Reed-Gattin vor fast zehn Jahren, nur zwei Wochen nach 9/11, ihren unwahrscheinlichen UK#2-Hit „O Superman“ in New York performte, hatte der 20 Jahre alte Song plötzlich eine beunruhigend orakelnde Bedeutungswendung genommen: „Here come the planes. They’re American planes. Made in America. Smoking or non-smoking?”. Viele Jahre sind seither wieder ins Land gezogen, Jahre, die die Amerikaner vor zahlreiche Herausforderungen, Probleme und Rückschläge gestellt und die die 63-Jährige dazu veranlasst haben, ein weiteres Mal ihre Stimme zu erheben. Auf „Homeland“ erzählt sie, in intensive Meditationen eingebunden, apokalyptische Geschichten aus dem Hier und Jetzt. |
Hans UnsternKratz Dich raus |
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Wer bloß ist dieser Hans Unstern? Eine Frage, die sich wohl vielen stellte, als sie im Laufe des letzten Jahres über seinen so wundersamen wie traumhaft schönen Song „Paris“ samt des dazugehörigen Trickfilms stolperten. Ein liedgewordenes Rätsel, das stakkatohaften Gesang, leiernde Orgel, Xylophon und lyrisch ambitionierte aber dennoch sperrige Textkonstruktionen voller vager, romantisierender Erinnerungen zu einem vier Minuten währenden Moment zusammenfasste, der aufhorchen ließ, den man so noch nicht gehört hatte in dieser Form, in dieser Sprache. |



