WeavesWeaves

Die Verzerrung liegt Weaves wohl im Blut. Hätte man hinter dem verqueren Sound ihrer Debüt-EP noch den Einfluss von Dave “Broken Social” Newfeld vermuten können, vertieft sich das Quartett aus Toronto mit seinem eigenproduzierten Debütalbum seine Bestrebung, die abwegigeren Klangmöglichkeiten einer Rockband krachiger auszuloten. Im ansonsten recht zurückhaltenden „Eagle“ gerät so der anfangs geradlinige Gitarrenlauf zunehmend verkorkst aus der Bahn, während spätestens Jasmyn Burkes doppelt und dreifach gefuzzte Vocals dem ruckelnden Taumel durchs bläserbedröhnte „Candy“ und dem Garage-Sumpf von „Two Oceans“ die außergewöhnliche Eigennote verleihen. Etwas epigonischer klingen schon mal Pixies durch oder verpufft all der Soundaffekt, wenn das Songwriting keine solch clevere Wendung wie „Human“ aufbringt. Findig ist dafür in „Coo Coo“ die Dynamik zwischen sonniger Melodie, heller Saitenverfremdung und dichter Perkussion im Dreivierteltakt, erneut im Ausdruck bekräftigt durch Burkes nuanciert gewundenes Trällern. Die meiste Präsenz haben jedoch die Bassläufe von Zach Bines, die dem Klangbild sowohl in momentanen Ruhephasen mit Druck voranstehen als auch in „One More“, wenn Weaves mal einfach drauflospreschen – und auch dabei natürlich reichlich Feedback umhersprühen.

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