Musik ins Auge – Der Musikvideo-Roundup (April II)

Wer einen Trailer zum Actionfilm „Hardcore Henry“ gesehen hat, mag sich dabei nicht nur an 3D-Shooter erinnert gefühlt haben, sondern auch an eines der denkwürdigsten Musikvideos aus 2013. In der Tat wagt sich Regisseur Ilya Naishuller mit seinem Ego-Konzept nun auch an einen Kinofilm und gehört mit Nima Nourizadeh („American Ultra“) oder DANIELS („Swiss Army Man“) zu der neuen Musikvideo-Generation, die sich wie einst Mark Romanek, Michael Bay, Floria Sigismondi, Spike Jonze oder Michel Gondry auf die große Leinwand begibt.

Wie sich das narrative Medium mit auf kurzzeitige Intensität ausgelegte Ästhetiken verträgt, ist dabei nicht selten der größte Stolperstein. Erste Rezensionen von Naishullers Debüt legen schon einen Abnutzungseffekt nahe, doch so wie dies nicht der erste Spielfilm aus Egoperspektive ist, haben Jack Begert & The Little Homies diese Woche ein neues Musikvideo mit dieser trippigen Wirkung an den Start gebracht. Rekordverdächtig könnte es außerdem diesmal zugleich das höchste (am wirksamsten auf Mobilgeräten) und von Will Denning, Rajinder Davsi & Grant Berry das breiteste Musikvideo des Jahres geben, RUFFMERCY kritzeln ein buntes Graffiti-Biotop, Matt Devine singt ziemlich verstörend mit und Juan Manuel Costa macht ein Stillleben merkwürdig morbide.

ScHoolboy Q – Groovy Tony

Regie: Jack Begert – The Little Homies

 

Lyrical School – RUN and RUN

Commodo – Hadi Hadi Ah

Regie: RUFFMERCY

 

Once Upon A Dead Man – Threads

Regie: Will Denning, Rajinder Davsi & Grant Berry

 

ILe – Canibal

Regie: Juan Manuel Costa

 

Adult Jazz – Eggshell

Regie: Matt Devine

 

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