BasementPromise Everything
Es hat schon so manches Album verdorben, wenn eine Band darauf gerade in vollem Schwung ist, sich dann aber an einer missratenen Akustiknummer verstolpert. Im Falle von Basement verhält es sich fast genau andersherum: „Promise Everything” erwacht gerade dann zum Leben, wenn es den Druck runterschraubt und sich Powerballaden wie „Oversized”, „For You The Moon” und „Aquasun” widmet, auf die ein Chris Carraba stolz wäre. Nur in Ersterem lassen Basement ihr kraftvolles Spiel mit SDRE-Gitarrenwellen ganz aus, alle jedoch profitieren vom reduzierten Tempo, das ihrer Melodieführung und Andrew Fishers Stimme zu emotionalem Fluss verhilft, wenn der Übergang von einer Note zur anderen nachfühlbar wird. Daneben lässt das dritte Albums des englischen Quintetts aber derart herausragendes Songwriting vermissen, zu uniform wird vor allem das Schlagzeugwuchten in den energisch aufspielenden Stücken, die mit flacher Melodik und flacher Dynamik trotz aller Aktivität als Fahrstuhl-Emo unbeachtet im Hintergrund versinken.


