BagarreMusique De Club EP

Lässiger kann man sich kaum vorstellen: „Bon soir, nous sommes Bagarre“ begrüßt das Pariser Quintett auf seiner zweiten EP, loopt erst und zerhackstückelt dann das cool runtergesprochene Intro über frenetisch klappernden Juke-Pads. Richtig zur Sache geht es dann in „Claque-le“, einem herrlich tighten Rhythmusstotterfest aus multiplen Stimm- und Perkussionsmustern mit Wolfsgeheul- und Chipmunk-Breakdown, das nicht ganz ernst suggeriert, einem Kerl doch mal die Backpfeife zu servieren. Mit mehr schelmischer Rauflust als Verachtung verdrehen sie auch den Namen ihrer Heimatstadt in „Ris Pas“ („nicht lachen“), doch mehr als semantische Spiele bringen Bagarre die Beatkonstruktion aus Claps und misstönigen Synthstichen zum Zucken, oder den futuristisch-arabischen Perkussions-Workout „Le Gouffre“. Der Club, wo eben zu solch polyrhythmischem Electro-Pop gezuckt wird, ist für sie Symbol der Freiheit, persönlicher wie musikalischer. Erst außerhalb geht dann alles schief, wenn eine durchschwitzte, -tanzte und -sexte Nacht in „Macadam“ im Autowrack endet, dem Song mit dem konventionellsten Refrain, wo sich harmonische Vocalmelodien im Synth-Glanz majestätisch über Trap-HiHat- und Gummi-Bass-Tripeln spreizen.

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