Musik ins AugeDer Musikvideo-Roundup (April III)
Ob sich alle Beteiligten dieser Ironie bewusst sind? David Hasselhoff zielt mit seinem Song zwar eindeutig auf die 80er-Powerhymne ab, doch anstelle von Blockbustern wie „Danger Zone“ oder „Dare“ hat „True Survivor“ eher die Soundtrack-Qualität eines Straight-to-Video-Billigactioners. Weil David Sandbergs trashiger Mashup eben daraus keinen Hehl macht, passt er nur um so besser dazu.
Noch empathischer sind Videos wie die von Rob Soucy und Eno Swinnen auf ihre Songs zugeschnitten, vor allem aber André Chocron gelingt nicht nur durch Timing, sondern über eine wahre Fülle an aufwendigen Echtzeit- und Zeitrafferbildern mehr als nur das Quasi-Sequel zu einem der besten Clips der letzten Jahre. Auch Brendan Vaughan, BANGS und Bec Kingma empfinden den Verlauf von Songs in Stimmungs- und vor allem Zeitwechseln nach, Jesse Kanda lässt Pusteln blühen und Melvin J. Montalban lädt in eine ganz besondere Kunstgalerie ein, die es mit den Gesetzen der Physik nicht so ganz ernst nimmt.
Cold Mailman – Something You Do
Regie: André Chocron
David Hasselhoff – True Survivor
Regie: David Sandberg
Owen Pallett – The Sky Behind The Flag
Regie: Eno Swinnen
MUST DIE! – Imprint (ft. Tkay Maidza)
Regie: Brendan Vaughan
White Shadows – Give Up Give Out Give In
Regie: Melvin J. Montalban
Courtney Barnett – Kim’s Caravan
Regie: Bec Kingma
Desaparecidos – City On The Hill
Regie: Rob Soucy
GABI – Falling
Regie: BANGS
Arca – Sad Bitch
Regie: Jesse Kanda

