Lana Del Reys Transformation zur hochpathetischen Kunstfigur zeichnete sich bereits mit ihrem letzten Album „Born To Die“ ab. Stets balanciert die 29-Jährige mit ihren schwermütigen und zigarettenrauchverhangenen Mörderballaden am Abgrund, inszeniert sich dabei als suizidales Pin-Up-Girl, das zwar aus reichem Hause stammt, gerne aber auch die White-Trash-Optik für ihre Zwecke adaptiert. Auch auf ihrem mittlerweile dritten Album – 2010 erschien ihr weithin unbeachtetes Debüt unter dem Namen „Lana Del Rey a.k.a. Lizzy Grant“ – treibt die US-Amerikanerin dieses reizvolle Spiel weiter. Musikalisch liegt der Fokus auf den bekannten, honigflüssigen Tränenziehern, die nun oftmals jenseits der Fünf-Minuten-Marke liegen und voller Passion altbewährte Geschichten von traurigen Mädchen, Geld und Drogen, Gewalt und Anziehung erzählen. Zu oft jedoch rauschen die elf Stücke am Hörer vorbei, sie wirken aseptisch und gekünstelt, transportieren nur wenig von der morbiden, rotweingetränkten Stimmung, die hier wohl ursprünglich intendiert war.

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