SaintsenecaDark Arc
Es klingt zunächst ein wenig unausgegoren, was Saintseneca zusammenmusizieren. Da ist zum Einen die eher nölig denn niedlich scheinende Stimmfarbe Zac Littles, der als Mastermind und Multiinstrumentalist in Personalunion den Takt angibt. Zum Anderen ist da aber auch das nicht immer ganz einfach nachzuvollziehende Wechselspiel aus recht blechernen Folksongs und reichhaltigen Popstücken. Beginnt das Album zunächst fast wie eine Lo-Fi-Variante bekannter Folk-Rock-Größen à la The Decemberists, wird allerdings zuweilen dann doch der größere Bahnhof bereitet. So dürfen bei „Happy Alone“ weder Backgroundchor noch ein raumgreifenderes Arrangement fehlen, ähnlich wie bei den erwähnten Brüdern im Geiste wechselt der Leadgesang munter zwischen Little und seinen Mitmusikanten, vornehmlich dem glockenhellen Sopran von Maryn Jones, hin und her. Saintseneca verströmen dabei den mythisch anmutenden Sound der Appalachian Folk Music, ohne verstiegen oder gar seltsam zu klingen. Sie entrümpeln vielmehr den Klang, fügen jede Menge anderer Einflüsse hinzu und lassen das ganze auf kleiner Flamme köcheln. So wird aus „Dark Arc“ ein feinsinniges Gebräu aus schmeichelnden Melodien, jeder Menge Instrumente und mindestens drei bis vier Lieblingsliedern.


