Musik ins AugeDer Musikvideo-Roundup (Oktober I)
Befristet exklusiv ist, entgegen allen Befürchtungen, auch nach mehreren Jahren nur gelegentlich ein Musikvideo ausschließlich auf iTunes und Tidal zu sehen. Das mag damit zusammenhängen, dass Clips mit dem Budget von Rian Johnsons starbesetzter Sci-Fi-Emotion nicht rund um die Uhr entstehen – warum auch, wenn ein Harry Cauty fast ebenso genüsslich im Trash-Look Miikes „Dead Or Alive“ approximiert.
Ohnehin findet fast jedes Video innerhalb einer Woche den Weg auf die Massenkanäle. Die seltene Ausnahme bildet da Edgar Wrights farbenfroh-schnittige Choreographie, die ein sattes halbes Jahr auf iTunes rumdümpelte, der noch taktgetreu geschnittene Einbruch von NYSU ist derweil wie im goldenen GEMA-Streit-Zeitalter nur auf Vimeo zu sehen. Plattformunabhängig machen Ivana Bobics durstiger Tourist und Alice Kongs sinnliches Landhaus Lust auf sonnigeres Klima, Alex Anwandter glänz mit Glamour und oppressivem Rotlicht und Lance Drake lässt in seinem neuesten Retro-Hackebrei ein Monster auf den Schulball los.
Nothing But Thieves – Forever & Ever More
Regie: Ivana Bobic
Alex Anwandter – Locura
Regie: Alex Anwandter
Jessica – Catenaccio
Regie: NYSU
Big Zuu – Fall Off (Ft. JME)
Regie: Harry Cauty
Muse – Pressure
Regie: Lance Drake
Vendredi Sur Mer – Écoute Chérie
Regie: Alice Kong
Beck – Colors
Regie: Edgar Wright
LCD Soundsystem – oh baby
Regie: Rian Johnson

