Musik ins Auge – Der Musikvideo-Roundup (März IV)

Nur wenige haben einen solch distinktiv eigenen Musikvideo-Stil entwickelt wie Russ Murphy alias RUFFMERCY – einerseits sind seine graffitiartig überkratzten Animationen diese Woche selbst in einem musikalisch eher ungewohnten Kontext sofort wiedererkennbar, fremde Werke wie dieses wirken dagegen mindestens stark von ihm beeinflusst.

Trotz seiner optisch ansprechenden Ästhetik liegt das größte Talent von Regisseur Daniel Cloud Campos in der Choreographie, was er in seinem neuen Clip mit Spencer Susser zu einem famosunterhaltsamen, blutigen Slapstick-Action-Feuerwerk entlädt. Sci-Fi-cartoonig regiert auch bei Juan Meza-León das Chaos, noch blutiger ist da nur noch Maximilian Wiedenhofers herausragend stilgetreue Hommage an 70er-Trash-Filme. Den weitaus friedvolleren Soul Train hingegen lassen DAPS & Quavo wiederaufleben, visuell souverän feiert Charlotte Abramow Femininität in allen Formen, Liam Lynch nimmt Songtexte und -titel in skurriler Animation allzu wörtlich und Samuel Taylor lässt in einer fatalen Jagd um den Block den Puls hoch schlagen.

Panic! At The Disco – Say Amen

Regie: Daniel Cloud Campos & Spencer Susser

 

Dirty Danger – Run

Regie: Samuel Taylor

 

Georges Brassens – Les Passantes

Regie: Charlotte Abramow

 

Odd Couple – Yada Yada

Regie: Maximilian Wiedenhofer

 

Run The Jewels – Oh Mama

Regie: Juan Meza-León

 

Preoccupations – Disarray

Regie: RUFFMERCY

 

Migos – Walk It Talk It ft. Drake

Regie: DAPS & Quavo

 

Queens Of The Stone Age – Head Like A Haunted House

Regie: Liam Lynch

 

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