Musik ins AugeDer Musikvideo-Roundup (Oktober I)
Das Lyric-Video wird meistens als eine niedere Form des Musikvideos angesehen, das als halbgarer Ersatz oder als Vorstufe für die Veröffentlichung des richtigen Clips vorangeschoben wird. Eine Ausnahmen stellt Martin Andersens Clip dar, in dem der wahre Augenfänger nicht die spärlichen Texteinblendungen sind, sondern das unverkennbare Design von 4AD-Traditionsillustrator Chris Bigg.
Wie man ein wenig distinktives Konzept mit viel visuellem Flair und technischem Stil inszeniert, demonstrieren auch Paul Thomas Anderson und Anthony Sylvester, umso steiler gerieren sich Crody Critcheloes eskalierende Narrative, der Schönheitswahn bei Willo Perron oder Colin Tilleys Jetski-Verfolgungsjagd. Paul Capra zoomt wild durch VHS- und Digitalästhetik, seenfilm fahren Falt-Achterbahn, Torben Kjelstrup rollert munter-farbenfroh um die Welt und Dmitry Zakharov lässt Körper und Flüssigkeiten kollidieren.
Grizzly Bear – Losing All Sense
Regie: Cody Critcheloe
The Breeders – Wait In The Car
Regie: Chris Bigg & Martin Andersen
The Shins – Cherry Hearts
Regie: seenfilm
Yaeji – Drink I’m Sippin On
Regie: Anthony Sylvester
St. Vincent – Los Ageless
Regie: Willo Perron
Barns Courtney – Kicks
Regie: Paul Capra
Bomba Estéreo – Internacionales
Regie: Torben Kjelstrup
Code Orange – The Mud
Regie: Dmitry Zakharov
HAIM – Little Of Your Love
Regie: Paul Thomas Anderson
Bryson Tiller – Self-Made
Regie: Colin Tilley

