Musik ins AugeDer Musikvideo-Roundup (August IV)
Es ist schon eine Seltenheit, dass Nacktheit in Musikvideos gänzlich unzynisch wirkt. Selbst in einem nicht auf Titillieren angelegten Clip wie Tyrone Lebons referenzreichem und (körper)politischem Werk sind junge, schlanke und vorwiegend weibliche Modelkörper zu sehen, anders jedoch bei Luke McCutcheon & Michael Yablonski: Hier ist die Freikörperkultur selbst Thema und so zeigt sich Nacktheit mit selbstverständlicher Vielfalt, ohne Prüderie oder Sexismus.
In Carlos López Estradas einem Video dieser Woche ist die Komplettentblößung eher Nebeneffekt eines irrwitzigen Kleidungswechsels, im anderen Video des Vielfilmers wackelt es bedenklich katastrophennah. Noch beunruhigender ist die ruhige Androidenvision Scott Cudmores, während Crooked Cynics das maschinelle Kalkül ihres Meinungsmachers enthüllen. Drunter und drüber geht es in den politischen Treffen von Sam Pillings und Ninian Doff, außerdem: Angel Olsen auf melancholischem L.A.-Trip, eine Bond-Bombe, ein Haarsalon in XXL, vakuumverpackte Visagen und ein lustvoller Infomercial.
Knox Hamilton – Washed Up Together
Regie: Titanic Sinclair
James Bomb – Cartoon
Regie: Henrik von der Lieth
Watksy – Brave New World
Regie: Carlos López Estrada
Brendan Canning – Book It To Fresno
Regie: Luke McCutcheon & Michael Yablonski
Miike Snow – Pull My Trigger
Regie: Ninian Doff
Mason – Fashion Killa (Papapapa)
Regie: Marion Dupas
Frank Ocean – Nikes
Regie: Tyrone Lebon
Bastille – Fake It
Regie: Crooked Cynics
clipping. – Air ‘Em Out
Regie: Carlos López Estrada
Angel Olsen – Sister
Regie: Angel Olsen & Conor Hagen
Odonis Odonis – Needs
Regie: Scott Cudmore
Jaded – 4000hz
Regie: Tom Gorst
DJ Shadow feat. Run The Jewels – Nobody Speak
Regie: Sam Pillings

