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Hinter Zeal & Ardor verbirgt sich Manuel Gagneux aus New York. Er beschreibt das Projekt als kontrollierten Zusammenprall von musikalischen Komponenten, die eigentlich oder scheinbar unvereinbar sind, aber thematisch zusammenpassen. Auf seinem zweiten, in Eigenregie über Bandcamp vertriebenen Album „Devil Is Fine“ kombiniert er eigens verfassten Chaingang-Chant, Gospel, Blues und ein gehöriges Wissen über elektronische Musik und das Verarbeiten von Samples mit … Black Metal! Puristen und White-Power-Trolle (obwohl, die werden dieses Album sowieso nie hören) werden sicher aus allen nordischen Wolken fallen, denn deren einfache Weltsicht und ihre vermeintlich „pure“ Musik ist einmal mehr komplizierter geworden. Wie selbstverständlich, spielerisch und schlüssig Gagneux hier afroamerikanische Musiktraditionen und Neo-Klassik mit Tremolo und Blastbeats verzahnt, zeigt aber allen Vollpfosten den Mittelfinger of Hell. Ausgedehnte Epen, wie sonst im Black Metal üblich, werden hier zwar nicht geboten: Der längste Song ist gerade mal drei Minuten und neunzehn Sekunden lang, nach knackigen 25 Minuten ist die gesamte aurale Beschwörung auch schon zu Ende. Daraus sollte man allerdings nicht schließen, dass es „Devil Is Fine“ dadurch an Wucht, Dringlichkeit und emotionaler Größe mangeln könnte. Eher im Gegenteil, die Produktion ist angenehm fett und die Kontrapunkte in sattem Sound nahezu perfekt gesetzt. Gibt’s noch mehr zu sagen? Um mit „Devil Is Fine“ zu antworten: „The devil is fine/ The devil is kind/ He came in the early morning/ The devil is fine“. Aber, Hand aufs Herz: Metal ist dieses kleine, genrezerreißende Juwel bestimmt nicht.