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The Hotelier – Goodness

„Sun“, „your beautiful brightness“, „I see the light that shines on me“, „You In This Light“ – viele der Songtexte und -titel auf „Goodness“ tragen Licht in sich. Auf ihrem dritten Album gehen The Hotelier ein Stück weit auf Distanz zur Depression und den Schicksalsschlägen, die „Home, Like NoPlace Is There“ prägten, in Worten wie in Tönen. Ein offenherziger Chor, den „Opening Mail For My Grandmother“ kurz anreißt und abrupt runterbricht, bahnt sich endgültig im Titelstück den Weg und Christian Holden ruft ein passioniertes „Make me feel alive!“ aus. Es hat etwas Pastorales, wie dazu die Gitarren nah beieinander und doch leicht unterschiedlich schellen, in „Two Deliverances“ säuselt Holdens wortloses Falsett zu warm aufgespannten Akkorden. Die Mitglieder des Trios aus Worcester sind noch Anfang zwanzig, haben aber bereits den weiteren Lebensverlauf und dessen Ende ebenso im Blick wie die Konfrontation mit eigenem Fehlverhalten und dem Überwinden von Rückschlägen. Der Versuch, die Natur und den menschlichen Lebenszyklus poetisch, aber nicht allzu klischeehaft beladen zu betrachten, gelingt „Goodness“ größtenteils, auch weil der Albumfluss nicht nur durch Instrumental- und Spoken-Word-Zwischenspiele eine unschematische Freiheit erhält. Oft kann sich wie in „Settle The Scar“ der Text von Refrain zu Refrain komplett ändern, das flotte „Piano Player“ genießt wiederum das Spiel mit der kontextabhängig wechselnden Benutzung des Wortes „sustain“ – dem Begriff für das Anhalten des anschlagenen Tastentons, oder allgemein für das Nachhalten und Fortführen von Handlungen. Kaum merklich klimpert es dazu im Hintergrund.

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